Projektthema des Schüleraustausches
Düsseldorf – Moskau 2011:
"Wie war der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg?"
Großmutter - Großvater erzählen vom ÜberLeben in Moskau und Düsseldorf
Das Thema der diesjährigen Begegnung sollte der Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg sein. Wir einigten uns mit unserer Partnerschule auf dieses Thema. Die SchülerInnen in Moskau und Düsseldorf sind sehr daran interessiert, mehr über das Überleben nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Russland zu erfahren.
Die Stadt Düsseldorf war stark zerstört. Zeitzeugen der "Stunde Null" können über den Kampf ums Überleben berichten, aber auch über ihre Hoffnungen und Träume, die sie verwirklichen wollten. Die erwachsenen Männer waren gefallen oder noch in Gefangenschaft, daher waren es vor allem die Frauen (und Kinder), die in der "Stunde Null" z. B. als Trümmerfrauen beim Wiederaufbau der zerstörten Städte halfen. Der Alltag war beherrscht von Chaos, Hunger, Durst und Kälte.
Das Leben zur selben Zeit in Moskau war gekennzeichnet durch kollektives Bemühen, die im Krieg zerstörten Städte, Dörfer und Industrieanlagen wieder aufzubauen. Über 25 Millionen Bürger der UdSSR waren im Krieg gefallen. Da gab es fast keine Familie ohne Trauerfälle. In kollektivem, staatlich verordnetem, selbstlosem Bemühen galt es all diese "Wunden" zu überwinden.
In Moskau haben wir uns gemeinsam mit unseren russischen Partnern in zwei Zeitzeugengesprächen dem Leben in Moskau unmittelbar nach dem Krieg nähern. Frau M. G. und Herr I. M. gaben den SchülerInnen einen Einblick in das Leben im Stalinismus.
In Düsseldorf trafen die russischen und deutschen SchülerInnen auf Herrn K., der als Zeitzeuge der "Stunde Null" über das Leben im zerstörten Aachen kurz nach dem Krieg berichtete. Zu unserem Projektthema passend stand auf Wunsch der Moskauer Schule der gemeinsame Besuch des Museums "Haus der Deutschen Geschichte" in Bonn auf dem Programm.
Projektergebnisse
Die Schülergruppen wurden vor der Fahrt thematisch vorbereitet und erhielten die Gelegenheit mit ihren Austauschpartnern per Internet Kontakt zu knüpfen und sich auszutauschen.
Beide Schülergruppen hatten folgende Aufträge:
- die Ergebnisse der Zeitzeugengespräche, z.B. auf Plakaten, zu sammeln und darzustellen. Die SchülerInnenbeiträge sollten zweisprachig sein.
- ihre Fahrterlebnisse im Internet in einem Webblog dokumentieren: http://mosdues2011.20six.de/
Neben dem Projekt lief für die deutschen und russischen Schüler ein abwechslungsreiches und äußerst interessantes Besichtigungs- und Kulturprogramm.
Gertrud Deschner-Schmitt
Fotos zu dem Zeitzeugengenprojekt in Moskau und in Düsseldorf